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Insolvenzverfahren öffentliche Bekanntmachung

Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens sind durch das Insolvenzgericht öffentliche Bekanntmachungen vorzunehmen. Die Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts hat den Eröffnungsbeschluss öffentlich bekanntzumachen.

Zuständige Stelle

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Termine und Öffnungszeiten

Terminvergabe

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Öffnungszeiten

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Kontaktdaten

Kontakt

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Ansprechpersonen

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Anfahrt und Barrierefeiheit

Verkehrsanbindung

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Barrierefreiheit

Aufzug vorhanden: Keine Angaben
Rollstuhlgerecht: Keine Angaben

Zahlungsdaten

Zahlungsdaten

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Onlineservices

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Ausführliche Beschreibung


Als Insolvenz bezeichnet man eine Situation, in der ein Teilnehmer am Rechts- und Wirtschaftsverkehr nicht mehr in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen rechtzeitig und vollständig nachzukommen. Um einen Wettlauf der Gläubiger auf das restliche Vermögen des Schuldners zu vermeiden, stellt das Insolvenzrecht einen Verfahrensrahmen für die gemeinschaftliche Durchsetzung der gegen den Schuldner gerichteten Forderungen zur Verfügung. Handelt es sich beim Schuldner um eine natürliche Person, erhält diese die Gelegenheit zu einer Entschuldung und damit zu einem wirtschaftlichen Neustart.

Das Insolvenzverfahren dient dazu, das noch vorhandene Vermögen der insolventen Person gleichmäßig an die Gläubigerinnen und Gläubiger zu verteilen. Dabei soll verhindert werden, dass einige Gläubiger ihre volle Forderungssumme erstattet bekommen und andere Gläubiger leer ausgehen.

Die Art und Weise, wie das Vermögen des Schuldners bzw. der Schuldnerin verwertet wird, überlässt die Insolvenzordnung weitestgehend der Entscheidung der Gläubigerschaft. Deshalb kann die Gläubigerschaft durch einen gemeinsamen Beschluss insbesondere darauf Einfluss nehmen, ob das Vermögen veräußert und der Erlös daraus verteilt, das Vermögen als Ganzes (z. B. ein Unternehmen) fortgeführt und veräußert oder die Vermögenslage des Schuldners auf der Grundlage eines Insolvenzplans neu geordnet wird.

 

Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens sind durch das Insolvenzgericht öffentliche Bekanntmachungen vorzunehmen. Z. B. hat die Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts den Eröffnungsbeschluss öffentlich bekanntzumachen. Eine öffentliche Bekanntmachung erfolgt durch eine zentrale und länderübergreifende Veröffentlichung im Internet; diese Veröffentlichung kann auszugsweise geschehen. Dabei ist der Schuldner genau zu bezeichnen, insbesondere sind seine Anschrift und sein Geschäftszweig anzugeben. Das Insolvenzgericht kann weitere Veröffentlichungen veranlassen, soweit dies landesrechtlich bestimmt ist.

Weitere Informationen

Formulare


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Voraussetzung


1. Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Formular, das beim zuständigen Insolvenzgericht eingereicht wird, wird oftmals vom Insolvenzverwalter oder Rechtsanwalt vorbereitet.

 

2. Vermögensverzeichnis

Aufstellung aller vorhandenen Vermögenswerte (z.B. Bankguthaben, Immobilien, Wertgegenstände).

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten.

 

3. Schuldenverzeichnis

Übersicht aller Gläubiger mit den jeweiligen Forderungen.

Angaben zu offenen Rechnungen, Darlehen, Kreditkarten, Mietschulden etc.

 

4. Einkommensnachweise

Gehaltsabrechnungen der letzten 3 Monate.

Bei Selbstständigen: Gewinn- und Verlustrechnungen, Steuerbescheide.

 

5. Nachweise über laufende Verträge

Mietvertrag, Leasingverträge, sonstige Verpflichtungen.

 

6. Nachweise über vorhandene Sicherheiten

Grundbuchauszug bei Immobilien.

Pfandverträge oder Sicherungsübereignungen.

 

7. Persönliche Angaben

 

Personalausweis oder Reisepass.

Familienstand, Anzahl der unterhaltspflichtigen Personen.

 

8. Weitere Dokumente (je nach Fall)

Nachweise über Sozialleistungen (Arbeitslosengeld, Sozialhilfe).

Steuerbescheide der letzten Jahre.

Kontoauszüge.

Gebühr


Die Kosten für die Insolvenzbekanntmachung in Brandenburg sind Teil der Verfahrenskosten im Insolvenzverfahren. Diese Kosten werden aus der Insolvenzmasse bezahlt, sofern Vermögen vorhanden ist. Die genaue Höhe der Gebühren für die Veröffentlichung richtet sich nach dem Umfang der Bekanntmachungen.

Ablauf


Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht.

    Gericht prüft und entscheidet über die Eröffnung.

    Bei Eröffnung veröffentlicht das Gericht die Bekanntmachung.

    Gläubiger melden ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter an.

    Verfahren wird durchgeführt, z.B. Sanierung oder Liquidation.

Erforderliche Unterlagen


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Fristen


Gläubiger müssen ihre Forderungen innerhalb einer festgelegten Frist anmelden. Diese Frist wird im Eröffnungsbeschluss bekanntgegeben und ist entscheidend für die spätere Berücksichtigung der Forderungen in der Insolvenztabelle.

 

Die Frist für die Anmeldung von Forderungen ist in der Regel auf einen bestimmten Zeitraum nach der Veröffentlichung des Eröffnungsbeschlusses begrenzt. Dies bedeutet, dass Gläubiger schnell handeln müssen, um ihre Ansprüche zu sichern.

 

Des Weiteren gelten für die Veröffentlichung von Insolvenzverfahren bestimmte Löschfristen. So sind Informationen in der Regel für einen Zeitraum von zwei Wochen uneingeschränkt zugänglich, danach können sie nur noch unter bestimmten Bedingungen eingesehen werden. Diese Regelung schützt die Daten der Beteiligten und sorgt dafür, dass nur relevante Informationen veröffentlicht bleiben.

Bearbeitungsdauer


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Weitere Kontaktmöglichkeiten


In Brandenburg sind die Amtsgerichte (Insolvenzgerichte) Neuruppin, Frankfurt (Oder), Potsdam und Cottbus zentral zuständig.

Gesetzliche Bestimmungen


Rechtsgrundlage(n)

In § 9 Abs. 1 der Insolvenzordnung in Verbindung mit § 2 der Verordnung zu öffentlichen Bekanntmachungen in Insolvenzverfahren im Internet vom 12. Februar 2002 (BGBl. I S. 677) ist bestimmt, dass die öffentlichen Bekanntmachungen durch eine zentrale und länderübergreifende Veröffentlichung im Internet (Seite: www.insolvenzbekanntmachungen.de) erfolgen.


Fachlich freigegeben durch

Ministerium der Justiz und für Digitalisierung des Landes Brandenburg

Fachlich freigegeben am
03.08.2026